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Aus der Geschichte der Mutterkirche (1)
Die Rumänische Orthodoxe Kirche ist eine autokephale Kirche im Rang eines Patriarchats. Sie bildet zusammen mit den anderen orthodoxen Schwesterkirchen die Familie der Orthodoxie, die in einer vollkommenen Gemeinschaft lebt. Das bedeutet, daß die orthodoxen Kirchen denselben Glauben bekennen, dieselbe kirchliche Disziplin respektieren und dieselbe Liturgie feiern. In der Art und Weise, wie das Evangelium von verschiedenen Kirchen erlebt und durch unterschiedliche Kulturen ausgedrückt wird, besteht auch das Spezifikum jeder orthodoxen Kirche. Nach diesem Aspekt ist eine orthodoxe Kirche griechisch, russisch, serbisch oder rumänisch. Die orthodoxen Kirchen aus Südost-Europa haben das Volk durch seine Geschichte begleitet, betreut und sehr oft einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der ethnischen Identität und nationalen Einheit geleistet. Historische Berichte wie auch archäologische, linguistische und historisch-logische Beweise weisen sehr früh die Verbreitung des Christentums auf dem heutigen Territorium Rumäniens nach. Der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea (+330) weiß von Origenes (+254), daß der Hl. Apostel Andreas bei den Skythen das Evangelium verkündigte (2). Dasselbe erfahren wir auch aus dem Sinaxarion ecclesiae Constantinopolitanae und Tertullian, ein bekannter Apologet (+240) schrieb, daß in seiner Zeit das Christentum unter den Sarmaten, Daken, Germanen und Skythen verbreitet wurde (3). Aus der Kirchengeschichte erfahren wir, daß Kirchen aus Scythia Minor (die heutige Dobroudscha) und nördlich der Donau die ganze Zeit über mit der universalen Kirche in Gemeinschaft standen. Ebenso zählt die Kirchengeschichte unter den Teilnehmern bei den ökumenischen Konzylien von Nicea (325), Konstantinopel (381), Ephesus (431), Chalzedon (451) oder bei den Lokalsynoden, Bischöfe aus Scythia Minor und behält die Beziehungen der Kirche dieser Gegend mit Konstantinopel in Erinnerung. Die Kirche aus Scythia Minor zählte am Anfang des 6.Jhs. neben Tomis (dem heutige Constanta) 14 andere Bischofsstühle und war die Heimat einiger bekannter Theologen wie Johannes Cassian (+431), Dionysius Exiguus (der Kleine +545) oder der sogenannten "skythischen Mönche" (Leontius, Johannes Maxentius und Petrus Diaconus aus 6.Jh.) (4). Die archäologischen Funde christlichen Charakters aus dem 4. Jh. mit den Inschriften in lateinischer Sprache beweisen die frühe Bekehrung der dako-römischen Bevölkerung (die Vorfahren der Rumänen) zum Christentum, aber auch ihre Kontinuität auf dem Territorium Rumäniens nach dem Rückzug der römischen Verwaltung und Armee südlich der Donau (271-275). Das Votivtäfelchen mit der Inschrift "ego Zenovius votum posui" (Biertam, Kreis Sibiu/Hermannstadt), die Gemme von Potaisa (Turda, Kreis Cluj/Klausenburg), die Kirche von Sláveni (Kreis Olt) sind aus dem 4. Jh. und bilden nur einige Beispiele für die Kontinuität und Bekehrung der dako-römischen Bevölkerung. Die Anwesenheit der Märtyrer nördlich der Donau (z. B. der Hl. Sabas, Kreis Buzáu) weist darauf hin, daß hier eine lebendige Kirche existierte. Der Briefwechsel zwischen Basilius dem Großen und dem Gouverneur von Scythia Minor über den Hl. Sabas bekundet die Existenz eines organisierten christlichen Lebens in Gothien (5). Es handelt sich um dasselbe Territorium nördlich der Donau, in dem früher Bischof Ulfila bis zur Verfolgung der Christen unter dem gotischen Fürsten Avrich (348) tätig war. Dasselbe gilt für die Existenz eines organisierten christlichen Lebens auf dem Territorium Rumäniens im frühen Mittelalter. Das christliche Leben bildete also das Umfeld für die Entstehung des rumänischen Volkes. Das berechtigt die Rumänen als Nachfolger der Dako-Römer zu behaupten, daß sie in der Geschichte als Christen erscheinen und deshalb nicht wie die benachbarten Völker ein festes Jahr als Christianisierungsdatum haben. Der anonyme Notar des ungarischen Königs Bela vermerkt beim Einmarsch der Ungarn in Siebenbürgen (9. Jh.) die Existenz der rumänischen politischen Strukturen. Es handelt sich um Gelu "Fürst der Rumänen" (in der Nähe von Cluj/Klausenburg), wie auch von Menumoruth in Bihor oder Glad im Banat, die die Rumänen im Kampf gegen die Ungarn führten. Nach der Gründung der zwei außerkarpatischen rumänischen Fürstentümer wurde die alte vorhandene kirchliche Struktur der beiden Länder im Rang einer Metropolie vom ökumenischen Patriarchat anerkannt (Muntenien-Walachei 1359, Moldau 1401). Die Bildung der rumänischen Metropolien in den Donaufürstentümern erscheint als Folge der Gründung der zwei rumänischen Staaten. Obwohl der erste Erzbischof Transsilvaniens (Siebenbürgen) uns erst 1377 bekannt wird, sind die Spuren einer kirchlichen Struktur in dieser alten und mehrheitlich von Rumänen bevölkerten Provinz viel älter. In Transsilvanien wurde das Leben der orthodoxen Rumänen durch den Kampf gegen den reformierten und katholischen Proselytismus geprägt. Die Annahme der Reform wurde von den reformierten Fürsten Siebenbürgens im 17. Jh. unterstützt wobei die Annäherung an Rom unter dem Einfluß der Jesuitenpatres stand. Unter diesen Umständen und unter dem Druck des Wiener Hofes hat ein Teil der Rumänen aus Transsilvanien die Union mit Rom angenommen (1698-1701). Am Anfang war die Sprache des Kultus die gängige Sprache des Volkes, d.h. das Volkslatein, das im östlichen Teil des römischen Reiches gesprochen wurde. Das läßt sich beweisen durch die Grundbegriffe des christlichen Glaubens in der rumänischen Sprache, die alle einen lateinischen Ursprung haben. Das bedeutet: als die Slawen kamen, war die Christianisierung der Rumänen schon beendet. Die slawische Sprache setzte sich im 10. Jh. als Kultussprache durch, blieb für das Volk aber unverständlich. Deshalb wird mit Sicherheit angenommen, daß für die Predigt, die Katechese und die Beichte weiterhin die Sprache des Volkes benutzt wurde. Der Diakon Coresi engagierte sich sehr bewußt durch die Übersetzung und den Druck von Kultusbüchern (1560-1581, Brasov-Kronstadt) für die Wiedereinführung der rumänischen Sprache in den Gottesdiensten: "damit die rumänischen Priester verstehen" (6). Die Einführung der rumänischen Sprache in die Liturgie wurde im 17. Jh. mit der Veröffentlichung der Homilien-sammlung (Cazanie 1643), des Neuen Testaments (1648), der Psalmen (1673), des Liturgiebuches (1679 u.1683) und der vollständigen Bibel (1688) fortgesetzt. Nach der Vereinigung der rumänischen Länder (Moldau und Walachei 1859) und der Unabhängigkeitserklärung (1877/8) erhielt die orthodoxe Kirche Rumäniens vom ökumenischen Patriarchat die Anerkennung der Autokephalie (1885) und erlangte 1925 nach der Vereinigung Transsilvaniens und Bessarabiens mit Rumänien (1918) den Status eines Patriarchats mit Sitz in Bukarest. Die Rumänische Orthodoxe Kirche hat sich für die Ökumene engagiert und ist seit 1961 (New-Delhi) Mitglied im ÖRK. Sie gehört auch der KEK an. Mit ihren 19,8 Mio. Gläubigen (86%7 der Bevölkerung) gilt die Rumänische Orthodoxe Kirche als zweitgrößte orthodoxe Kirche der Welt.
Die rumänische Diaspora
Die Rumänische Orthodoxe Metropolie für Deutschland und Zentraleuropa ist eines der 5 Bistümer der Rumänischen-Orthodoxen Kirche in der Diaspora. Ihr Vorsteher ist Mitglied der Hl. Synode der Rumänischen Orthodoxen Kirche und die Eparchie erfreut sich der Verwaltungsautonomie eines Bistums im Ausland. Die rumänische Diaspora (7) und ihre kirchlichen Gemeinden in Zentral- und Westeuropa blicken auf eine lange Geschichte zurück. Die mit festen oder vorübergehenden Wohnsitz in den großen europäischen Metropolen lebenden rumänischen Intellektuellen, versuchten mit Unterstützung der Rumänischen Orthodoxen Kirche sich in kirchlichen Gemeinden zu organisieren. Es gab bereits Ende des 18. Jahrhunderts eine starke rumänische Gemeinde in Wien, der es 1906 gelang eine Kapelle einzurichten, die am 8. Januar 1907 geweiht wurde. In Lemberg bestand schon 1787 eine rumänische Kapelle und 1860 kam sogar eine eigene Kirche hinzu. In Paris wurde 1853 für die hier ansässigen Rumänen eine Kapelle eingerichtet. Die rumänische Regierung kaufte 1882 im Quartier Latin eine ehemalige dominikanische Kirche, die auch heute dem größten Teil der Rumänen in Paris als geistliche Heimat dient. In Deutschland ist die rumänische, geistliche Anwesenheit mit den rumänischen Handelsleuten in Leipzig verbunden. Für ihre religiösen Bedürfnisse wurde zwischen 1858 und 1881 eine Kapelle errichtet. In Baden-Baden stiftete (1864-1866) der rumänische Fürst Michael Stourdza in Erinnerung an seinen Sohn eine rumänische Kirche. Zu den Gottesdiensten kamen Rumänen aus der Umgebung und sogar aus den benachbarten Städten Frankreichs, wie auch rumänische Stipendiaten aus Heidelberg, Freiburg, Straßburg oder Karlsruhe. Seit 1882 steht die Kapelle in Baden-Baden nach dem Wunsch ihres Stifters unter der Jurisdiktion der Metropolie von Moldau. Heute noch übt die Kapelle mit ihren Gottesdiensten in rumänischer Sprache eine besondere Anziehungskraft auf die Rumänen in Deutschland, Frankreich oder der Schweiz aus. Die rumänische Geschichte registrierte im 19. und noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts (bis 1920) eine starke Auswanderungstendenz besonders aus Siebenbürgen, aus dem Buchenwald und aus dem Banat nach Zentral- und Westeuropa und auch nach Amerika. Nach dem 1. Weltkrieg hat sich die Lage völlig geändert. Die rumänischen Hoffnungen verbunden mit dem neuen rumänischen Staat setzten der Auswanderung ein Ende. Zwischen den zwei Weltkriegen führten die Kirchengemeinden in Paris, Wien und Baden-Baden ihre Existenz fort. Ihnen fügte sich die rumänische Gemeinde aus Berlin hinzu (8), die ihre Gottesdienste seit September 1940 in einer Kapelle feierte. Bald wurde die rumänische Kapelle zu klein, so daß die rumänische Regierung im August 1943 eine evangelische Kirche in der Jerusalemstraße zusammen mit einem Haus, dessen Räume als Pfarramt, Museum und Wohnung für den Pfarrer dienen sollten, kaufte. Die Kirche wurde nach der orthodoxen liturgischen Tradition eingerichtet. Am 24. Januar 1944 feierten die Rumänen in Berlin mit Erzpriester Emilian Vasiloschi ihren ersten Gottesdienst in der neuen Kirche. Die Existenz dieses rumänischen Zentrums war von kurzer Dauer, weil infolge des Luftangriffs vom 2. März 1945 die Kirche bis auf die Mauern zerbombt und die benachbarten Gebäude völlig zerstört wurden. Nach dem Krieg entschieden die Stadträte, die zerstörten Gebäude abzureißen und dem Viertel ein neues Gesicht zu geben.
Die neue Auswanderung nach dem 2. Weltkrieg
Das Ende des letzten Weltkriegs überraschte im Westen Europas eine großen Zahl von Rumänen. Es waren >Diplomaten, Studenten, Armeeangehörige, Arbeiter und Lehrlinge, die sich nicht mehr in die von der sowjetischen Armee besetzte Heimat trauten. Ihnen fügten sich während der Jahre zahlreiche Rumänen hinzu, die vor der Machtergreifung der Kommunisten flüchteten, oder durch Heirat in den Westen kamen. Die rumänische Diaspora nahm von Tag zu Tag einen betont politischen Charakter an. Unter der Mehrheit der Rumänen, die sich im Westteil Europas nach dem Krieg niederließ, waren auch Geistliche und sogar ein rumänisch-orthodoxer Hierarch. Visarion Puiu (9), der ehemalige Metropolit des Buchenwaldes (1935-1940) und Metropolit von Transnistrien (1942-1944) mit Sitz in Odessa wurde beim Einmarsch der Russen in Rumänien außerhalb der Heimat überrascht. Als Gesandter des Patriarchen Nikodim nahm er am 15. August 1944 in Zagreb an der Weihe eines kroatisch-orthodoxen Bischofs (ein kurzlebiger und trügerischer Versuch während des 2. Weltkriegs) teil. Weil die Front nach Westen vorrückte, flüchtete Metropolit Visarion für eine Weile nach Wien. In der ehemaligen Hauptstadt der Habsburger versuchte er das kirchliche Leben der Rumänen zu organisieren, worüber er Patriarch Nikodim auch benachrichtigte. Als Konsequenz einiger Intrigen, die ihre Wurzeln in den damaligen rumänischen politischen Kreisen der Donau-Metropole hatten, mußte Metropolit Visarion Wien verlassen. Sein Domizil wurde nach Kitzbühl in Tirol verlegt, wo ihm das Verlassen der Ortschaft wie auch jeder Briefwechsel verboten wurde. Es gelang ihm später nach Italien und dann in die Schweiz auszuwandern. 1949 kam Metropolit Visarion auf Wunsch der Rumänen aus Paris in die Seine-Metropole und setzte die Organisierung des christlichen Lebens der Rumänen in einem Bistum für Westeuropa fort. Weil Visarion Puiu 1942-1944 Metropolit der Rumänen in den besetzten Gebieten jenseits des Dnjestr (Transnistrien) war, wurde er nach der Machtübernahme der Kommunisten in Rumänien am 20. Februar 1946 vom Gerichtshof des Volkes zum Tode verurteilt. Die Kirche wurde gezwungen dem Beispiel des Staates zu folgen. Vier Jahre später wurde dem Metropoliten Visarion am 28. Februar 1950 "wegen der Tätigkeit gegen den rumänischen Staat" von der Hl. Synode - kraft des 84. Apostolischen Kanons und des 18. Kanons des IV. ökumenischen Konzils - die Bischofswürde aberkannt. Nach der Wende von 1989 hat die Synode der Rumänischen Orthodoxen Kirche am 25. September 1990 den Metropoliten Visarion posthum rehabilitiert. Die Verurteilung von 1950 wurde zum politischen Willkürakt erklärt. Aufschlußreich wäre eine Monographie über das Leben von Visarion Puiu, die uns wichtige Details über seine Tätigkeit in Westeuropa enthüllen könnte. Der Metropolit Visarion hatte konkrete Pläne für die Organisation aller orthodoxen Rumänen fern der Heimat. Er wollte alle Rumänen in einer Metropolie mit einer autonomen Synode organisieren. Diese Pläne hat er teilweise auch dem Patriarchen Nikodim mitgeteilt. Sie konnten aber wegen der politisch rivalisierenden Gruppen von Rumänen und auf Grund des Mißverständnisses anderer orthodoxer Kirchen nicht verwirklicht werden (10). Visarion Puiu war das einzige Mitglied der Synode der Rumänischen Orthodoxen Kirche im Ausland und kraft seiner Bischofsweihe fühlte er sich für das Schicksal der rumänisch-orthodoxen Priester und Gläubigen, die außerhalb der sowjetischen Zone lebten, verantwortlich. Er verglich seinen Zustand mit der in den Kanones dargestellten Lage:" als Zeit der christlichen Verfolgung und Flucht vor den Barbaren" (11). Er sah sehr schnell ein, daß die Hl. Synode der Rumänischen Orthodoxen Kirche Gefangene einer besonderen politischen Lage war. Mit dieser Überzeugung, wie auch dank der Tatsache, daß er kein ordentlicher Metropolit mehr war, versuchte Visarion, "in der Erwartung der Befreiung des rumänischen Volks und der Rumänischen Orthodoxen Kirche von der Besatzung und der Unterdrückung der Gottlosen" (12), das christliche Leben der Rumänen in Westeuropa, als deren geistlicher Leiter er sich betrachtete, zu organisieren. Den Grundstein legte er in seiner Wiener Zeit (Ende 1944-Anfang 1945). Aus einem Brief an den Patriarchen Nikodim (20. Mai 1946) erfahren wir, daß der Versuch der Organisierung eines rumänischen Bistums die Genehmigung der damaligen deutschen Behörden erhielt. Wir haben schon daran erinnert, daß aufgrund der politischen Intrigen einiger rumänischer Kreise Visarion Wien verlassen mußte und auf diese Weise die normale Entwicklung eines rumänischen Bistums verhindert wurde. Wichtig bleibt aber die Tatsache, daß Visarion die Wiener Zeit als Anfang seines Bistums in Westeuropa sah. Auf seinem Siegel ist zu lesen: "Die Diözese der Rumänen im Ausland 1945" und im erwähnten Grammata wird das Jahr 1954 als das zehnte Jahr "unseres Hirtendienstes" gerechnet. Wenn wir diese Tatsachen in Betracht ziehen, dann ist die Tätigkeit des Metropoliten Visarion in Paris eine Fortsetzung seiner Anfänge in Wien. In Wirklichkeit gelang dem Metropoliten Visarion 1949 die Einrichtung eines Bistums für die Rumänen aus Westeuropa mit Sitz in Paris. Zu dieser Diözese gehörten auch rumänisch-orthodoxe Gemeinden in Deutschland, Schweden, der Schweiz, Belgien, England und Kanada (13). Weil die rumänische Kultusstätte in Paris vom rumänischen Staat gekauft wurde, versuchte die kommunistische Regierung aus Bukarest wiederholt die Kontrolle über die Kirche zu erlangen, wobei sogar Gerichtsverfahren stattfanden. Dem früher staatlich kontrollierten rumänischen Patriarchat waren manche Handlungen, die sich gegen die Gemeinde der französischen Hauptstadt richteten, nicht ganz fremd. Der wiederholte Umstand von versuchten Kirchebesutzungen belastete die Beziehungen zwischen der Gemeinde in Paris und der Mutterkirche in Rumänien. Die Kirche in Paris wurde zum Symbol eines hartnäckigen und tapferen Widerstands gegen die Tendenz einiger Funktionäre aus der rumänischen Botschaft, sich in das geistliche Leben der Rumänen einzumischen. Das friedliche Leben der Gemeinde war oft von kirchlich fremden Einflüssen gestört und führte sie manchmal zu Entscheidungen und Handlungen, die nicht immer kirchlich-kanonisch zu rechtfertigen waren (14). Übrigens nicht nur in Paris, sondern auch an anderen Orten wurde das geistliche Leben der rumänischen Gemeinden im Ausland von nichtkirchlichen Meinungen beeinflußt, die manchmal zu nichtkanonischen Entscheidungen führten. Auf diese Weise entstanden Stellungnahmen, die mit der kirchlichen Tradition und den kirchlichen Rechtsvorschriften nicht in Einklang zu bringen sind. Als Weihbischof für die rumänische Diözese in Paris wurde Archimandrit Teofil Ionescu gewählt. Die Bischofsweihe fand am 26. Dezember 1954 in der St. Nikolaus Kirche in Versailles statt. Konsekratoren waren Metropolit Visarion, Erzbischof Johannes von Bruxelles und Bischof Nathanael von Kartagena und Tunesien. Die letzten zwei gehörten der russischen Synode im Ausland an (15). Am 3. Januar 1955 erhielt Weihbischof Teofil die Vollmacht, die rumänisch-orthodoxen Gemeinden aus Deutschland und Österreich zu besuchen und sie kanonisch zu organisieren. Er wurde auch zur Visitation der rumänisch-orthodoxen Gemeinden in den USA und Kanada bevollmächtigt (16). Visarion Puiu fiel einigen Intrigen zum Opfer und wurde 1958 gezwungen, sich aus dem aktiven kirchlichen Leben zurückzuziehen. Er ist am 10. August 1964 in Viels-Maisons (Aisne) nicht weit von Chateau-Theirry gestorben. Sein Nachfolger wurde Weihbischof Teofil Ionescu, der sich um das geistliche Leben der Rumänen kümmerte. Er weihte Priester, unternahm Pastoralbesuche und beteiligte sich an ökumenischen Begegnungen. Trotz der Bemühungen ist es ihm nicht gelungen, die rumänische Diaspora geistlich zu vereinigen. Sie blieb weiter verschiedenen Jurisdiktionen unterstellt (dem Ökumenischen Patriarchat, der Rumänischen Orthodoxen Kirche oder der russischen Synode im Ausland).
Die Wende
In einem Brief und "aide-mémoire" bat Bischof Teofil am 17. Januar 1972 den Patriarchen Justinian um seine Rückkehr unter die Jurisdiktion der Rumänischen Orthodoxen Mutterkirche. Er verlangte dieselbe Autonomie, wie auch Erzbischof Victorin Ursache aus den Vereinigten Staaten genoß. Die Wiederaufnahme des Bischofs Teofil unter die Jursidiktion der Mutterkirche wurde in der Sitzung der Ständigen Synode vom 10.März 1972 in Anwesenheit des Präsidenten und des Vize-Präsidenten des Departements für religiöse Angelegenheiten diskutiert. Bei dieser Gelegenheit wurde im Protokoll vermerkt: "Die Bischofsweihe S.E. Teofil ist gültig. Sie wurde nicht bestritten und auch die kanonische Eigenschaft der Konsekratoren nicht verneint". Die Ständige Synode entschied und die Generalsynode ratifizierte am 28. April den Beschluß über die Wiederaufnahme des Bischofs Teofil unter die Jurisdiktion der Rumänisch-Orthodoxen Kirche.(17) Die Anerkennung der Bischofsweihe, die von einem laisierten Metropoliten sowie von zwei Hierarchen erteilt wurde, die nicht in Gemeinschaft mit den orthodoxen Kirchen standen, wirft natürlich besondere theologische Fragen auf. Aber das Problem hat nicht nur einen theologischen Aspekt, sondern es hebt zuerst die Beziehungen zwischen der Kirche und dem kommunistischen Staat hervor. Der theologische Aspekt wurde leider stark vom staatlichen Einfluß überschattet. Die Tatsache, daß das Protokoll vom 10. März nichts von der Verurteilung Visarions vom 28. Februar 1950 erwähnt, obwohl Patriarch Justinian und andere Mitglieder der Synode an den Sitzungen der Synode von 1950 und 1972 teilgenommen hatten, ist für uns von Bedeutung. Sie läßt nur eine einzige Erklärung zu: Die Amtsenthebung von 1950 wurde vom Staat initiiert und die Synode hat sie in ihrer Beschränkung akzeptiert. Die Amtsenthebung Visarions wurde aber theologisch nicht ernst genommen, sondern als Einmischung des Staates in kirchliche Angelegenheiten betrachtet. Diese Stellungnahme konnte einen Präzedenzfall bilden. Mit der Entscheidung von 1972 beginnt, unserer Meinung nach, die öffentliche Rehabilitierung des Metropoliten Visarion, die ihren Höhepunkt in der Sitzung der Hl. Synode vom 25. September 1990 erreichte. Die Entscheidung vom 10. März 1972 wirft jedoch ein Licht auf die Beziehungen Staat-Kirche und wir wagen zu behaupten, daß dies sogar den Arbeitsstil der zweiten Amtshälfte des Patriarchen Justinian charakterisiert.Vor den Vertretern des Staates gelang dem Patriarchen Justinian, wenn auch nur indirekt die Rehabilitierung des Metropolitem Visarion. Dem Beispiel Teofils, d.h. der Rückkehr in den Schoß der Mutterkirche, sind wenige Rumänen aus seiner Eparchie gefolgt. Der größte Teil ("die Eparchie und alle ihre Gemeinden") wurde am 25. Mai 1972 - nach der Erklärung des Metropoliten Filaret aus New-York - ohne einen eigenen Bischof "unmittelbar in Gehorsam und Verwaltung" von der russischen Synode im Ausland angenommen (18). Auf diese Weise begann für einen Teil der rumänisch-orthodoxen Christen aus West- und Zentraleuropa ein neues Kapitel im kirchlichen Leben. Nach seiner Aufnahme unter das Omophorion der Rumänischen Orthodoxen Kirche gab sich Bischof Teofil die Mühe, die Diözese zu organisieren. Er gründete "Die Kultusgesellschaft des rumänisch-orthodoxen Bistums für Westeuropa", die von den französischen Behörden anerkannt wurde. Unter seiner Initiative entstand ein Bistumsrat aus 7 Mitgliedern. Er gab die monatliche Zeitung "Vestitorul" heraus. Dieser Diözese schlossen sich allmählich alle rumänischen Gemeinde an, die unter der Jurisdiktion des Patriarchates in Bukarest standen, wie auch alle neu gegründeten Gemeinden aus Zentral- und Westeuropa (England, Schweden, Schweiz, Deutschland, Norwegen, Dänemark, Österreich, Italien, Spanien, Finnland). Das Jahr 1974 hat für das Bistum Westeuropa eine besondere Bedeutung. In der Sitzung der Hl. Synode vom 13. Dezember 1974 wurde Bischof Teofil der Rang eines Erzbischofs verliehen und die Eparchie, nach dem Vorschlag des Bistumsrates, als Erzbistum anerkannt. In derselben Sitzung wurde auf Vorschlag von Bischof Teofil, Archimandrit Lucian Florea als Bischofkoadjutor für das Erzbistum gewählt. Am 7. Februar 1975 fanden in Anwesenheit des Metropoliten Teoctist, als Delegierter der Hl. Synode, die Feierlichkeiten der drei oben erwähnten Ereignisse in Paris statt.(19) Nach dem Tod von Erzbischof Teofil am 19. Mai 1975 wurde das Erzbistum bis zum 16. Juli 1980 von Weihbischof Lucian Florea, heute Erzbischof von Tomis (Constanta-Rumänien), geführt. Als Nachfolger von Bischof Lucian und locum tenens des Erzbischofs wurde der Bischofsvikar Adrian Hritcu (Iasi) ernannt. Am 16. November 1982 wird er Erzbischof von Paris und blieb bis zum 30. April 1992 im Amt, wonach er sich vom öffentlichen kirchlichen Leben zurückzog.
Die Gründung neuer Gemeinden (20)
Während der letzten 38 Jahre nahm das kirchliche Leben in Westeuropa neue Formen an. Die Wiener Gemeinde empfing 1960 mit Prof. G. Moisescu einen neuen Pfarrer und die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in London bekam 1964 Pfr. Prof. V. Popescu. Nach Baden-Baden kam in den 60er Jahren Pfr. V. Stefan, der sich um die Seelsorge der Rumänen dieser Umgebung kümmerte. Anfang der 70er Jahre organisiert Pfr. Prof. Al. Ciurea (1971-1979) die rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinden in Stockholm, Göteborg und Malmö mit mehreren Filialen in Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland. Mitte der 70er Jahre wurden die Gemeinden in Hamburg (Dr.M. Dan,1975), Offenbach (A. Tudor,1975), München (Dr. M. Basarab,1976) und Salzgitter (Dr. V. Florea,1976) gegründet. In derselben Zeit haben sich auch die Gemeinden in Mailand (T. Valdman, 1975), Turin (G. Vasilescu, 1979), Florenz (P. Coman, 1979), Bari (M. Drigá), Genf (E. Roman, 1975), Lausanne ( 1982), Salzburg (I. Sábádus) und später Madrid (Dr. T. Moldovan,1978), Bruxelles (V. Palade, 1978), Den Haag (Dr. I. Durá), Paris (Dr. A.Grigoras, 1980), Strasburg (V.Iorgulescu) und Nürnberg (Dr. M. Basarab,1982) konstituiert. Alle diese Gemeinden gehörten dem Bistum und später dem Rumänisch-Orthodoxen Erzbistum für Zentral- und Westeuropa mit Sitz in Paris an. Neben diesen Gemeinden, die die Obhut der Rumänischen Orthodoxen Kirche suchten, existieren auch andere rumänisch-orthodoxe Gemeinden, die unter der Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchats (Deutschland) oder der russischen Auslandskirche (Frankreich, Deutschland, Belgien) stehen. Wegen der politischen Lage in Rumänien waren vor der Wende vom Dezember 1989 die Beziehungen zwischen den rumänischen Gemeinden der erwähnten Jurisdiktionen in eine gewiße Spannung geraten, die bis heute ihre Spuren hinterlassen hat.
Die Entstehung der Metropolie (21)
Nach der Beseitigung der kommunistischen Diktatur in Rumänien (Dezember 1989) und dem Rücktritt des Erzbischofs Adrian (30. April 1992) wollte das Rumänische Patriarchat die Organisation der rumänischen Diaspora den Gemeinden im Ausland überlassen. Es gab Vorwürfe, daß die kommunistische Regierung ihren Willen durch das rumänische Patriarchat durchzusetzen versuchte und auf diese Weise Unruhe in den Auslandsgemeinden stiftete. Aus diesem Grund entschied das Patriarchat in Bukarest, die Gestaltung der Diaspora den Gemeinden selbst anzuvertrauen. Unter diesen Umständen und auf Verlangen einer Gruppe von 6 Priestern aus Deutschland - die auf der Suche nach der Kanonizität war und ihre Wiederaufnahme im Schoß der Mutterkirche durch eine neue Struktur beabsichtigte - gab die Synode der Rumänischen Orthodoxen Kirche in ihrer Sitzung vom 22./23. Januar 1993 "den Segen zur Bildung einer Diözese mit dem Titel Rumänische Orthodoxe Metropolie für Deutschland und Zentraleuropa". Die Entscheidung der Synode wurde mit dem Schreiben Nr.436 vom 11.Februar 1993 mitgeteilt. Gleichzeitig betonte dasselbe Schriftstück, daß das Rumänisch-Orthodoxe Erzbistum mit Sitz in Paris "seine Tätigkeit fortsetze" und den Priestern und den Gemeinden die Möglichkeit einer Umgestaltung gäbe. Die Gestaltung der Metropolie wurde während des Jahres 1993 durch die Wahl des Diözesanrats, durch Anmeldung der Metropolie bei den deutschen Behörden und durch die Wahl des Metropoliten (Oktober 1993) vorangetrieben. In seiner Sitzung vom 12. Januar 1994 erkannte die Hl. Synode die Wahl des Weihbischofs Dr. Serafim Joantá aus Sibiu als Metropolit der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für Deutschland und Zentraleuropa an und teilte dies den rumänisch-orthodoxen Priestern im Ausland mit. Am 22./23. März 1994 entschied die Hl. Synode über die Grenzen der Metropolie und fügte den alten rumänisch-orthodoxen Gemeinden aus Deutschland, Österreich, Luxemburg, Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark die 6 neuen Gemeinden aus Deutschland hinzu. Die Hl. Synode der Rumänisch-Orthodoxen Kirche verlieh auf diese Weise dem östlichen und nördlichen Teil des Erzbistums von Paris den Rang einer Metropolie. Mit diesem Beschluß entstand die Rumänische Orthodoxe Metropolie für Deutschland und Zentraleuropa. Seine Eminenz Metroplit Serafim wurde feierlich in Anwesenheit der Kirchen- und Staatsvertreter am 5. Juni 1994 in München ins Amt eingeführt. Nach der Amtseinführung begann die Tätigkeit der Metropolie, die vorläufig ihren Sitz in Regensburg im Ostkirchlichen Institut hat. Ausgehend vom bescheidenen Beitrag der Gemeinden und Gläubigen stützt sich die Tätigkeit der Metropolie auf die Hilfe der römisch-katholischen Kirche (Überlassung von Räumlichkeiten im Ostkichlichen Institut in Regensburg) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (Einrichtung des Metropolitanbüros, Subvention für Pastoralreisen). In seiner kurzen Amtszeit gelang es Metropolit Serafim 5 Priester zu weihen, die Gemeinden zu besuchen, die Diözesanversammlung zu organisieren und an zahlreichen theologischen und ökumenischen Gesprächen teilzunehmen. Metropolit Serafim war bis März 1998 auch Stellvetreter (locum tenens) des Erzbischofs von Paris. In Deutschland wurden in den letzten Jahren 12 neue Gemeinden gegründet oder traten unter die Jurisdiktion der Metropolie (Augsburg, Aschaffenburg, Düsseldorf, Essen, Ingolstadt, Karlsruhe, Mannheim, Offenburg, Stuttgart, Tübingen, Ulm und Würzburg). Heute gehören der Metropolie allein in Deutschland 26 Gemeinden mit 24 Priestern und 1 Diakon an. Auf regionaler Ebene ist die Metropolie in allen Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen tätig und auf Bundesebene Mitglied der AcK. Die Metropolie nimmt am theologischen Dialog zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Rumänischen Orthodoxen Kirche teil. Seine Eminenz Metropolit Serafim ist der Leiter der Rumänischen Orthodoxen Delegation im Dialog mit der EKD und Pfarrer Dr. Mircea Basarab ist Mitglied der Delegation. Wir sind überzeugt, durch die ökumenische Tätigkeit unserer Metropolie in Deutschland, einen Beitrag zum besseren Verständnis unter den Christen leisten zu können. Die Rumänisch-Orthodoxe Metropolie gibt zwei Veröffentlichungen heraus. Deisis gilt als Zeitschrift für orthodoxe Spiritualität und Kultur und enthält Beiträge in rumänischer wie auch deutscher Sprache. Geistliche Informationen und Nachrichten aus der Metropolie werden monatlich in Scrisoare duhovniceascá (Geistlicher Brief) veröffentlicht. Die Pfarreien der Metropolie geben Broschüren und Pfarrbriefe heraus.
Nürnberg, November 2000
Anmerkungen:
1. Für den Anfang der rumänischen Geschichte und Kirchengeschichte siehe in deutscher Sprache Mircea Pácurariu, Geschichte der Rumänischen Ortohodoxen Kirche, Oikonomia 33, Erlangen 1994, S. 12-70 und auf den S. 71-77 gegebene Bibliographie. 2. Eusebius von Caesarea, Hist. Eccl. III,1, PG 12,91-92 3.Tertullian, Lib. Adv. Iud. 7, PL 2,650 4. M. Pácurariu, a. a. O., S.50-58. 5. A. a. O., S.45-46 6. Das Vorwort vom Evangelium, Brasov-Kronstadt 1560-1561. 7. M. Pácurariu, Die rumänische Diaspora in der Vergangenheit und heute (rumänisch), Deisis, Nr. 1/1995, S. 29-34. 8. G. Vasilescu, Die rumänische Kirche in Berlin (rumänisch), Deisis, Nr.3-4/1996, S.70-72 9. Für die Tätigkeit des Metropoliten Visarion nach dem 2. Weltkrieg siehe Jean-Paul Besse, L'Église orthodoxe roumaine de Paris, Paris 1994; G. Vasilescu, Das rumänisch-orthodoxe Bistum für Zentraleuropa (rumänisch), Ms. S.1-4. 10. G. Vasilescu, a. a. O., S-2-4 11. Grammata bei der Bischofsweihe des Bischofs Teofil Ionescu 1954. Das Archiv derrumänischen Patriarchie. 12. A. a ., O 13. J.-P. Besse, a. a. O., S.159 14. A. a. O. , S. 112-114. 15. Grammata... 16. Das Archiv der rumänischen Patriarchie 17. Die Protokolle der Sitzungen der Hl. Synode vom 10 März und 28April 1972 18. J.-P. Besse, a.a. O. ,S. 123 19. Das Archiv der rumänischen Patriarchie 20. M. Pácurariu, Die rumänische Diaspora..., S. 30-33 21. Für die Entstehung der Metropolie siehe Mircea Basarab, Die Geschichte der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde "Geburt des Herrn" in München (rumänisch), Oradea 1997, S. 49-71. Die Zahl der jetzigen Gemeinden und Priester habe ich von der Metropolie erhalten.
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Rumänische Orthodoxe Metropolie für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa Fürtherstraße 166-168 D-90429 Nürnberg Tel.: +49(0)911-3236910 Fax: +49(0)911-3236912
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