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II. Die rumänische Diaspora

Die Rumänische Orthodoxe Metropolie für Deutschland und Zentraleuropa ist eine der 7 Bistümer der Rumänischen-Orthodoxen Kirche in der Diaspora. Ihr Vorsteher ist Mitglied der Hl. Synode der Rumänischen Orthodoxen Kirche und die Eparchie erfreut sich der Verwaltungsautonomie eines Bistums im Ausland.
Die schon im 18. Jahrhundert mit festen oder vorübergehenden Wohnsitz in den großen europäischen Metropolen lebenden rumänischen Intellektuellen versuchten sich in kirchlichen Gemeinden zu organisieren[1]. Es gab bereits Ende des 18. Jahrhunderts eine starke rumänische Gemeinde in Wien, der es 1906 gelang eine Kapelle einzurichten, die am 8. Januar 1907 eingeweiht wurde. In Lemberg gab es schon 1787 eine rumänische Kapelle und 1860 kam sogar eine eigene Kirche hinzu. In Paris wurde 1853 für die hier ansässigen Rumänen eine Kapelle eingerichtet. Die rumänische Regierung kaufte 1882 im Quartier Latin eine ehemalige dominikanische Kirche, die auch heute dem größten Teil der Rumänen in Paris als geistliche Heimat dient.
In Deutschland ist die rumänische geistliche Anwesenheit mit den rumänischen Handelsleuten in Leipzig verbunden. Zwischen 1858 und 1881 wurde hier eine Kapelle errichtet. In Baden-Baden stiftete (1864-1866) der rumänische Fürst Michael Stourdza zum Gedenken an seinen Sohn eine rumänische Kirche.
Zu den Gottesdiensten nahmen Rumänen aus der Umgebung und sogar aus den benachbarten Städten Frankreichs, wie auch rumänische Stipendiaten aus Heidelberg, Freiburg, Straßburg oder Karlsruhe teil. Seit 1882 steht die Kapelle in Baden-Baden nach dem Wunsch ihres Stifters unter der Jurisdiktion der Metropolie von Moldau. Auch heute übt die Kapelle mit ihren Gottesdiensten in rumänischer Sprache eine besondere Anziehungskraft auf die Rumänen in Deutschland, Frankreich oder der Schweiz aus.
Die rumänische Geschichte registrierte im 19. und noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts (bis 1920) eine starke Auswanderungstendenz besonders aus Siebenbürgen, aus dem Buchenwald (Bucovina) und aus dem Banat nach Zentral- und Westeuropa und auch nach Amerika. Nach dem 1. Weltkrieg hat sich die Lage völlig geändert. Die rumänischen Hoffnungen verbunden mit dem neuen rumänischen Staat setzten der Auswanderung ein Ende.
Zwischen den zwei Weltkriegen existierten die Kirchengemeinden in Paris, Wien und Baden-Baden ihre Existenz weiterhin. Die rumänische Gemeinde aus Berlin kam September 1940 hinzu[2]. Bald wurde die Kapelle da zu klein, so dass die rumänische Regierung August 1943 eine evangelische Kirche in der Jerusalemstraße kaufte, zusammen mit einem Haus, dessen Räume als Pfarramt, Museum und Wohnung für den Pfarrer dienen sollten. Die Kirche wurde nach der orthodoxen liturgischen Tradition eingerichtet. Am 24. Januar 1944 feierten die Rumänen in Berlin mit Erzpriester Emilian Vasiloschi ihren ersten Gottesdienst in der neuen Kirche. Die Existenz dieses rumänischen Zentrums war von kurzer Dauer, weil infolge des Luftangriffs vom 2. März 1945 die Kirche bis auf die Mauern zerbombt und die benachbarten Gebäude völlig zerstört wurden. Nach dem Krieg entschieden die Stadträte, die zerstörten Gebäude abzureißen und dem Viertel ein neues Gesicht zu geben.



[1]M. Păcurariu, Die rumänische Diaspora in der Vergangenheit und heute (auf Rum.), Deisis, Nr. 1/1995, S. 29-34.

[2]G. Vasilescu, Die rumänische Kirche in Berlin (rumänisch), Deisis, Nr.3-4/1996, S.70-72

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