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Zur Beerdigung von Vater Albert Rauch (Regensburg, 21.01.2015)

Wort des Metropoliten Serafim, im Auftrag der orthodoxen Bischöfen, die am Requiem  von Apostolischem Protonotar Albert Rauch, im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg teilgenommen haben.


Liebe Brüder und Schwester in Christus, Hochwürdige Brüder im geistlichen Amt,
liebe Trauergemeinde,

erlauben Sie mir heute, im Namen hunderter orthodoxer junger Menschen, Priester, Mönche und Nonnen, Theologieprofessoren und Bischöfe des byzantinischen Ritus, unserem im Herrn entschlafenen, Vater Dr. Albert Rauch für seine geistliche, moralische und auch materielle Hilfe zu danken, die er uns in 45 Jahren der Existenz des Ostkirchlichen Instituts von Regensburg/OKI hat zuteil werden lassen.

 

Vater Albert war und bleibt für uns eine lebendige Ikone des barmherzigen Samariters, der seelische und körperliche Wunden heilte. Von tiefer Liebe zur Orthodoxie geprägt, die von der Geschichte durch ihre Isolation von den Christen des Abendlandes verletzt wurde, aber gleichzeitig weiter einen ganz besonderen einzigartigen mystischen Schatz bewahrte, hat Dr. Rauch das Ostkirchliche Institut Regensburg/OKI gegründet und damit jungen orthodoxen Christen ein Haus des gemeinsamen Betens, Studierens und Lebens geboten und geschenkt, um sich untereinander und auch ihre eigenen Kirchen in ihrer kulturellen und ethnischen Vielfalt unter zunächst noch schwierigsten politischen Umständen kennenzulernen. Die von Dr. Rauch damit geförderte Ökumene war in erster Linie eine innerorthodoxe Ökumene.

Die zahlreichen Kontakte, die diese jungen Christen mit ihrer Umwelt gewinnen konnten, ob an der Universität oder bei den verschiedenen vom Institut organisierten Treffen oder auch Studienreisen öffneten ihren Horizont für eine Welt mit anderen traditionellen Werten, die für jeden eine Bereicherung darstellten. Denn die Orthodoxie, von ihrem Wesen her, ist integrativ und nicht exklusivistisch ausgerichtet.

Ich selbst habe sieben Jahre als Gast am Institut von Dr. Rauch gelebt und gewirkt und dabei stets seinen tiefen Glauben, seine seelische Feinheit, die Einfachheit seines Lebens und seinen unendlichen Respekt für jeden Nächsten bewundert. Ich bin überzeugt, dass der Geist der Fokularbewegung der tiefen Einheit in dem am Kreuz verlassenen Christus, den Dr. Rauch und seinen Mitarbeiter am Institut ebenfalls förderten, das Herz vieler Studenten erreichte, die seelisch bereichert und offener gegenüber ihren Nächsten anderer Kulturen oder religiöser Traditionen nach Hause zurückkehrten.

Die Erinnerung an Vater Albert wird bei uns immer lebendig bleiben. Wir beten zu Gott dem Barmherzigen, dass Er ihn aufnehmen möge in Seinem ewigen Reich mit allen Seinen Heiligen!

Ewiges Gedenken!

† Metropolit Serafim

 

 

 

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